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Dienstleister der Informationsgesellschaft:
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Konjunkturelle Stimmung bei Unternehmen des Wirtschaftszweigs weiterhin gut
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 21.07.2011
Die Stimmung im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft ist Mitte des Jahres 2011 weiterhin gut. Weder bei der aktuellen Geschäftslage noch bei den Geschäftserwartungen für das dritte Quartal 2011 hat es große Ausschläge nach oben oder unten gegeben. Entsprechend steigt der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den gesamten Wirtschaftszweig, im zweiten Quartal 2011 nur geringfügig um 0,3 Punkte. Er liegt nun bei einem Wert von 62,7 Punkten und damit noch immer deutlich über der entscheidenden
50 Punkte-Marke. Ein Wert des ZEW-IDI über dieser Marke signalisiert eine bessere konjunkturelle Stimmung gegenüber dem Vorquartal. Dies ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim in Zusammenarbeit mit Creditreform, Neuss, im Juni 2011 im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage und den Branchen des Wirtschaftszweigs am Ende der Pressemitteilung).
„Der Teilindikator des ZEW-IDI, der die Bewertung der aktuellen Geschäftslage für das zweite Quartal 2011 wiedergibt, steigt um 2,2 Punkte gegenüber dem Vorquartal und liegt aktuell bei einem Wert von 60,9 Punkten“, erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am ZEW. Hingegen sinkt der Teilindikator, der die Geschäftserwartungen für das dritte Quartal 2011 darstellt, um 1,7 Punkte auf einen Wert von 64,6 Punkten.
Der Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft umfasst sowohl die IKT-Dienstleister als auch die wissensintensiven Dienstleister. Der Stimmungsindikator für die Teilbranche der IKT-Dienstleister (Softwareunternehmen, IT-Dienste, IKT-Händlern und Telekommunikationsdienstleister) sinkt im zweiten Quartal 2011 um 6,5 Punkte. Damit erreicht der Indikator einen Wert von 59,7 Punkten. Der Teilindikator für die aktuelle Lage der IKT-Dienstleister, sinkt um 8,3 Punkte auf 55,6 Punkte. Auch die Erwartungen
der IKT-Dienstleister für das dritte Quartal 2011 verschlechtern sich im Vergleich zum Vorquartal. Der Teilindikator für die Geschäftserwartungen geht um 4,6 Punkte auf 64,1 Punkte zurück.
Im Gegensatz zu den IKT-Dienstleistern hat sich die konjunkturelle Situation der wissensintensiven Dienstleister im zweiten Quartal 2011 verbessert. Der Stimmungsindikator für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberatungen, Architekten, technische Berater und Planer, Unternehmen der Branche Forschung und Entwicklung und Werbefirmen erhöht sich um 10,2 Punkte auf 66,5 Punkte. Diese Entwicklung geht im Wesentlichen auf den Anstieg des Teilindikators für die aktuelle Geschäftslage zurück. Er nimmt
deutlich um 17,0 Punkte zu und erreicht einen Wert von 67,7 Punkten. Die Geschäftserwartungen der wissensintensiven Dienstleister für das dritte Quartal 2011 haben sich gegenüber dem Vorquartal ebenfalls leicht verbessert. Der entsprechende Teilindikator steigt geringfügig um 2,7 Punkte. Er liegt aktuell bei einem Wert von 65,3 Punkten.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Miruna Sarbu
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-334
Fax: 06 21 / 12 35-333
sarbu@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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