Startseite        Häufig gestellte Fragen (FAQ)        Impressum        Downloads        Kontakt        Sitemap


  Wir über uns Leistungsspektrum News & Termine Mitgliedschaft
 
News & Termine
Creditreform News
Bundesweite Nachrichten
Online-Archiv
Creditreform Analysen
Newsletter von Creditreform Darmstadt
Creditreform Magazin
Termine und Veranstaltungen


 Erweiterte Suche
Kontakt-Center

So finden Sie uns (Anfahrtsskizze)
Informationsmaterial anfordern
Ihre Ansprechpartner
Rückruf vereinbaren

Direktruf: +49 (0) 6 151 / 87 50 - 0

 

Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2011 Aktuelle Analyse zur Wirtschaftslage im österreichischen Mittelstand

Wirtschaftslage Mittelstand in Österreich, Frühjahr 2011

Dynamische Aufschwungphase - Kriseneinschnitt ist Ende 2011 eingeebnet

Wien, 04.05.2011

Der Konjunkturaufschwung ist robust und kommt bei immer mehr Unternehmen an. So gaben bei der diesjährigen Frühjahrsumfrage im Mittelstand 54,8 Prozent der Befragten bei der Geschäftslage die Noten „gut“ oder „sehr gut“. Das sind deutlich mehr Unternehmen als vor einem Jahr (41,2 Prozent). Lediglich 6,4 Prozent der Unternehmen bewerten mit „mangelhaft“ bzw. „ungenügend“ (Vorjahr: 15,3 Prozent). Allerdings hat das Stimmungsbarometer des österreichischen Mittelstandes nach dem Tiefpunkt im Rezessionsjahr noch nicht wieder die Höchststände aus den Jahren 2007 und 2008 erreicht.

Die Konjunkturerholung im Mittelstand macht sich in einer verbesserten Umsatzlage positiv bemerkbar. 37,5 Prozent der befragten Unternehmen berichten von Zuwächsen, jeder Fünfte (20,5 Prozent) musste Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Frühjahr 2010 hatte noch jeder Dritte (33,2 Prozent) ein Umsatzminus angegeben und 26,9 Prozent der Unternehmen einen Anstieg. Alle Hauptwirtschaftsbereiche zeigen eine Verbesserung. Im Handel erzielten überdurchschnittlich viele Betriebe Umsatzzuwächse, nämlich 40,3 Prozent der Befragten.

Der Mittelstand hat einen wesentlichen Anteil an der Erholung auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. In 20,2 Prozent der befragten Unternehmen wurde in den letzten sechs Monaten die Belegschaft aufgestockt – 16,0 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen wiesen einen geringeren Personalbestand gegenüber dem Vorjahr auf. Vor allem im Dienstleistungssektor sind neue Jobs entstanden: So zeigt knapp ein Viertel der Dienstleister (24,4 Prozent) einen höheren Personalbestand.

Erwartungen im Mittelstand: Volle Fahrt voraus

Auch in den kommenden Monaten geht dem Aufschwung die Luft nicht aus. Steigende Auftragseingänge stimmen die Unternehmen zuversichtlich, denn 36,1 Prozent der Befragten verzeichneten einen Anstieg der Bestelleingänge, und nur 18,4 Prozent der Unternehmen hatten Rückgänge zu verkraften. Dies spiegelt sich in optimistischen Umsatzerwartungen wider. Fast jeder zweite Befragte (47,9 Prozent) rechnet demzufolge mit einem Umsatzplus, nur jeder Zehnte (10,6 Prozent) ist pessimistisch. Die Umsatzerwartungen der Mittelständler zeigen somit größeren Optimismus als im vergangenen Frühjahr, als nur jeder Dritte (32,5 Prozent) einen Mehrumsatz erwartete und 17,1 Prozent Einbußen befürchteten. Im Handel (51,9 Prozent der Befragten) und im Verarbeitenden Gewerbe (49,9 Prozent) sind besonders viele Unternehmen zuversichtlich.

Die gute Auftragslage und wieder ausgelastete Kapazitäten machen Neueinstellungen erforderlich. Fast ein Viertel der Befragten (24,3 Prozent) wird in den kommenden sechs Monaten das Personal aufstocken, und nur jeder Zehnte (10,2 Prozent) hat eine Verkleinerung der Mitarbeiterzahl angekündigt. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Baugewerbe werden derzeit viele Arbeitskräfte gesucht; drei von zehn Unternehmen aus diesen Wirtschaftsbereichen planen mit zusätzlichen Mitarbeitern.

In dieses Bild passt die gestiegene Investitionsbereitschaft. Nachdem bei der letztjährigen Befragung nur 45,6 Prozent der mittelständischen Betriebe ein Investitionsvorhaben angekündigt haben, sind es heuer 54,0 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe sticht mit einem Anteil an investitionsbereiten Unternehmen von 60,3 Prozent heraus. Erweiterungsinvestitionen plant jeder zweite Mittelständler (50,0 Prozent); in der Mehrzahl sind aber Ersatzinvestitionen vorgesehen (55,4 Prozent der Befragten). Viele Unternehmen wollen ihr Investitionsbudget aufstocken.

Sorgenkind Mittelstandsfinanzierung – Eigenkapital mit Licht und Schatten

Der Aufschwung kommt nur zögerlich auf der Finanzierungsseite der Unternehmen an. So gibt fast ein Drittel der Befragten (31,9 Prozent) gesunkene Erträge an, während knapp jeder Vierte (23,3 Prozent) eine Verbesserung meldet. Gleichwohl sind häufiger als noch im vergangenen Frühjahr auch positive Ertragsmeldungen aus dem Mittelstand zu hören. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, denn 35,0 Prozent der Unternehmen rechnen damit, dass sich die Ertragslage in nächster Zeit bessert. 18,7 Prozent der Mittelständler erwarten dagegen sinkende Erträge.

Die schwache Ertragslage spiegelt sich zum Teil in der Eigenkapitalsituation im österreichischen Mittelstand wider. Danach wurden zwar weniger Unternehmen registriert, deren Eigenkapitalquote unterhalb der Marke von zehn Prozent liegt, gleichzeitig melden aber weniger Mittelständler eine solide Eigenkapitalausstattung. So hatten im Frühjahr 2010 noch 38,5 Prozent der Befragten eine Eigenkapitalquote von über 30 Prozent bezogen auf die Bilanzsumme, diesmal sind es nur 35,3 Prozent. Der Anteil der unterkapitalisierten Unternehmen verringerte sich leicht von 24,1 auf 23,6 Prozent. Unter Eigenkapitalmangel leiden insbesondere Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich, während im Handel sowie in der Industrie viele Unternehmen über hohe Eigenkapitalquoten verfügen.

Die Zahlungsweise ihrer Kunden beurteilen die Mittelständler besser als vor Jahresfrist. Nachdem im Frühjahr 2010 nur 56,8 Prozent der Befragten den Ausgleich einer Forderung nach spätestens 30 Tagen angaben, sind es heuer 64,1 Prozent. Dementsprechend sind auch die Zahlungsausfälle rückläufig: 8,8 Prozent der Befragten melden eine Forderungsverlustquote von über ein Prozent des Jahresumsatzes (Vorjahr: 11,1 Prozent). Allerdings sind nur 17,7 Prozent der Befragten von Forderungsausfällen verschont geblieben.

(5.555 Zeichen)



   Seite: drucken  |  weiterempfehlen  |  verlinken Bookmark and Share
 
Ihr Ansprechpartner

Bei Fragen steht Ihnen das Creditreform Presseteam zur Verfügung:

Tel.: 0 21 31 / 109-174

 presse@creditreform.de
Verwandte Themen

 Mittelstand in Österreich
Downloads

Wirtschaftslage Mittelstand in Österreich, Frühjahr 2011
(PDF, 199 KB)
Wirtschaftslage Mittelstand in Österreich, Presseinformation
(PDF, 74 KB)
 
  Kontakt | | Disclaimer | Datenschutz | Downloads | Sitemap    
       
  © 2011 Creditreform Darmstadt Skoruppa KG | Am Kavalleriesand 47 | D-64295 Darmstadt
Tel.: +49 (0) 6 151 / 87 50 - 0 | Fax: +49 (0) 6 151 / 87 50 - 10 | E-Mail: info@darmstadt.creditreform.de